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PlanOp iSizing

iSizing in der Praxis: Automatisierte EVAR-Dimensionierung und-Planung mit Dr. Fernando Gallardo

May 29, 2026
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8 Min.

Ein symptomatischer AAA-Fall

Der Patient stellte sich mit Bauchschmerzen und lokalem Druckschmerz bei der Palpation vor. Die CT-Befunde zeigten ein Bauchaortenaneurysma, das innerhalb von nur drei Monaten von 4,0 cm auf 4,7 cm angewachsen war.

Ein schnelles Aneurysmawachstum ist einer der bedeutendsten Risikofaktoren für eine Ruptur. Obwohl der häufig genannte Schwellenwert für eine elektive AAA-Versorgung bei 5,0 cm liegt, machten die Kombination aus Symptomen und beschleunigter Expansion die Entscheidung zur Behandlung – selbst bei 4,7 cm – eindeutig.

Die Frage war nicht, ob interveniert werden sollte, sondern wie der Eingriff präzise und effizient geplant werden kann. Hier kam iSizing ins Spiel.

Automatisierte Vermessung – Ein vollständiges anatomisches Bild in Minuten

Traditionell erfordert die EVAR-Planung eine zeitaufwendige manuelle Auswertung von CT-Bildern: das Messen der Aortenhalsdurchmesser auf mehreren Ebenen, die Beurteilung der Beckenanatomie, die Berechnung von Längen sowie die Dokumentation von Verkalkungen und Thromben – eine Vermessung, die an sich schon eine Belastung darstellt.

Es ist fachkundige, mühsame Arbeit – und Variabilität zwischen den Anwendern ist eine bekannte Herausforderung.

iSizing automatisiert diesen gesamten Prozess. Nach dem Hochladen des CT-Scans führte iSizing eine automatisierte Segmentierung der Aorta durch, identifizierte Thromben sowie Verkalkungen und erstellte einen umfassenden, präzisen Vermessungsbericht – ganz ohne manuelle Messungen.

Jede Messung wurde zusammen mit CT-Querschnittsansichten und eingeblendeten automatisierten Gefäßkonturen dargestellt. Dies gab Dr. Gallardo eine sofortige visuelle Bestätigung der iSizing-Ergebnisse und die Möglichkeit, mit dem 3D-Modell zu interagieren, um jede Messung im Detail zu überprüfen.

Der gesamte Vermessungsbericht stand zum Download bereit, mit einem mit nur einem Klick in wenigen Minuten automatisch.

Warum Standardisierung wichtig ist

Wenn die zugrunde liegenden Messungen standardisiert sind, erreicht die Planung ein neues Niveau. Es heißt nicht mehr: „Können wir diesen Messungen vertrauen?“, sondern: „Welches Implantat passt am besten zu dieser Anatomie?“ Genau hier schaffen die Zeit und das Urteilsvermögen des Chirurgen echten Mehrwert.

Das ist es, was Standardisierung bewirkt: nicht nur schnellere Messungen, sondern Messungen, auf die sich der Chirurg verlassen kann, ohne sie hinterfragen zu müssen.

EVAR-Planungsassistent – Auswahl des optimalen Implantats

Nachdem die Anatomie vollständig erfasst war, wechselte Dr. Gallardo direkt in die Planungsphase innerhalb von iSizing.

Anstatt mit statischen Messungen auf Papier zu arbeiten, ermöglicht die Plattform Chirurgen die Auswahl eines Implantats aus einer integrierten Bibliothek, das in Echtzeit in 3D auf der individuellen Anatomie des Patienten dargestellt wird.

Das interaktive 3D-Modell erlaubte es Dr. Gallardo, die Positionierung jeder Komponente im Verhältnis zur Aortenbifurkation und den Iliakalgefäßen zu visualisieren, die Implantatauswahl bei Bedarf anzupassen und eine ausreichende Versiegelung sowie Überlappung zu bestätigen – alles noch bevor der Patient den Operationssaal betrat.

Nach Abschluss der Planung iSizing erstellte mit nur einem Klick einen vollständigen Vermessungs- und Planungsbericht.

Vom Plan zur Realität: Die intraoperative Bestätigung

Der wahre Test für jedes Planungstool ist, wie gut seine Prognosen unter Durchleuchtung bestehen. Im Fall von Dr. Gallardo bestätigten die intraoperativen Bilder, was iSizing geliefert hatte: Die Positionierung des Implantats stimmte exakt mit dem präoperativen Plan überein.

Die Korrelation zwischen dem von iSizing erstellten Plan und der intraoperativen Realität bestätigte die Genauigkeit der automatisierten Messungen und den Nutzen des Planungsworkflows – was die Unsicherheit in jeder Phase reduziert, von der CT-Auswertung über die Produktauswahl bis hin zur Implantation.

Fazit

Dieser Fall verdeutlicht drei Kernfunktionen von iSizing:

  • Geschwindigkeit ohne Kompromisse: Automatisierte Segmentierung und Messungen liefern innerhalb weniger Minuten einen vollständigen Vermessungsbericht und entlasten Gefäßchirurgen von manuellen Messungen.
  • Standardisierte Messungen zur Reduzierung von Variabilität: Anstatt Zeit mit Diskussionen darüber zu verschwenden, ob der Halsdurchmesser 21 mm oder 22 mm beträgt, können Gefäßchirurgen diese Zeit nutzen, um zu entscheiden, ob das 28-mm-Treo-System für dieses spezifische Halsverhalten die richtige Übergröße aufweist, von welcher Seite der Zugang erfolgen soll und wie die iliakale Verjüngung zu handhaben ist. Genau hier zahlt sich das Urteilsvermögen des Gefäßchirurgen aus.
  • Integrierte Planung: Der Übergang von der Vermessung über die Produktauswahl bis hin zur visuellen Bestätigung auf einer einzigen Plattform beseitigt Reibungsverluste im präoperativen Workflow. Chirurgen sehen den Plan auf der tatsächlichen Anatomie des Patienten, nicht auf einer Abstraktion, bevor sie sich für eine Bestellung entscheiden.
"Die Zukunft der komplexen Planung liegt nicht im Wettbewerb zwischen Mensch und Maschine, sondern in der Stärkung von Experten durch intelligente Werkzeuge."

— Dr. Fernando Gallardo, Chefarzt der Abteilung für Angiologie und Gefäßchirurgie, Hospital Quirónsalud, Marbella.

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