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PlanOp ERI

ERI im Einsatz: Bewerten Sie das Risiko für ein Typ-1A-Endoleak vor dem Eingriff.

Feb 25, 2026
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10 Min.

Klinischer Kontext

Dr. Nilo J. Mosquera (Hospital Santiago de Compostela, Spanien) stellt einen anspruchsvollen EVAR-Fall mit einem schwierigen proximalen Aortenhals vor – eine Anatomie, die bekanntermaßen das Risiko für ein Typ-IA-Endoleak erhöht. Die standardmäßige präoperative Analyse allein reichte nicht aus, um das Ergebnis zuverlässig vorherzusagen.

Die entscheidende Frage war, welche Größe des Endografts einen adäquaten proximalen Verschluss gewährleisten würde und ob bei dieser Hochrisikoanatomie der Einsatz von Endoankern erforderlich war.

Fallübersicht: Ein schwieriger proximaler Aortenhals

Der Patient wies einen komplexen proximalen Aortenhals mit mehreren Risikofaktoren auf:

  • Sehr kurzer proximaler Hals (9 mm)
  • Angulierte und konische Morphologie
  • Mehrere Risikofaktoren für ein Fortschreiten der Erkrankung
  • Keine signifikante Verkalkung

Obwohl die Anatomie eindeutig schwierig war, entsprach sie noch den Gebrauchsanweisungen (IFU) für EndoSuture Aneurysm Repair (ESAR), wodurch EVAR eine praktikable Option blieb. Die entscheidende Frage blieb jedoch: Wie hoch war das tatsächliche Risiko für ein Typ-IA-Endoleak und wie sollte dies die Wahl des Grafts beeinflussen?

ERI-Simulation: 32-mm- vs. 36-mm-Endograft

Zur Unterstützung der Entscheidungsfindung wurden ERI-Simulationen durchgeführt, bei denen zwei mögliche Hauptkörpergrößen verglichen wurden: 32 mm und 36 mm. Die ERI-Analyse ergab für beide Konfigurationen eine hohe Wahrscheinlichkeit für ein Typ-IA-Endoleak.

Diese Ergebnisse verdeutlichten, dass ein Oversizing allein das Risiko bei dieser Anatomie nicht mindern würde und der Einsatz von Endoankern notwendig ist. Anstatt das klinische Urteilsvermögen zu ersetzen, lieferte der ERI eine neue Ebene der Erkenntnis – durch die Quantifizierung des Risikos noch vor dem Eingriff.

Intraoperative Befunde: ERI macht das Unsichtbare sichtbar

Während des Eingriffs verliefen die Ereignisse exakt wie erwartet. Ein Typ-IA-Endoleak trat intraoperativ auf, was die ERI-Prognose bestätigte. Anstatt eine unerwartete Komplikation darzustellen, wurde das Endoleak als geplantes Szenario behandelt.

Das Operationsteam führte umgehend ESAR unter Verwendung von EndoAnchors durch, wodurch das Endoleak erfolgreich behoben und der proximale Verschluss stabilisiert wurde.

Ergebnis und Erkenntnis

Dieser Fall verdeutlicht den Mehrwert des ERI (Endoleak Risk Index) für Ihre klinische Praxis: 

  • Optimiertes Management bei schwieriger oder ungünstiger Anatomie
  • Frühzeitige Einschätzung perioperativer Komplikationsrisiken vor dem Eingriff
  • Nahtloser Vergleich klinischer Strategien zur Unterstützung der optimalen Behandlungsentscheidung für jeden Patienten

Fazit

ERI ersetzt nicht die chirurgische Expertise – es stärkt sie. Indem es das Unsichtbare sichtbar macht, unterstützt es Gefäßchirurgen dabei, von reaktiver Problemlösung zu proaktiver, präzisionsgesteuerter Eingriffsplanungüberzugehen, mit dem Ziel, anspruchsvolle EVAR-Fälle besser zu behandeln. Wie Dr. Nilo J. Mosquera anmerkte: „KI-Modelle und digitale Zwillinge können ein mächtiges Werkzeug für die heutige Praxis sein. Wir sollten jeden Vorteil nutzen, um unsere Patienten besser zu versorgen.“

Endoleak Risk Index

Komplikationen bei ERI antizipieren

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