Eine Proof-of-Concept-Studie: Computergestütztes Simulationsmodell für die transkathetergestützte Edge-to-Edge-Mitralklappenreparatur
Ziel
Da transkathetergestützte Mitralklappeninterventionen zunehmen und immer mehr Gerätetypen und -größen verfügbar werden, ist ein Instrument zur Unterstützung der Anwender bei der präprozeduralen Planung und der klinischen Entscheidungsfindung äußerst wünschenswert.
Unser Ziel war die Entwicklung eines computergestützten Finite-Elemente-Simulationsmodells zur Vorhersage der Ergebnisse von transkathetergestützten Edge-to-Edge-Reparaturen (TEER).
Methoden und Ergebnisse
Wir haben prospektiv Patienten mit sekundärer Mitralinsuffizienz aufgenommen, die für eine klinisch indizierte TEER überwiesen wurden. Die zu Beginn des Eingriffs durchgeführten 3D-transösophagealen Echokardiographien wurden für die Simulation verwendet.

Auf Basis des erstellten dynamischen 3D-Modells der Mitralklappe simulierten wir die Clip-Implantation unter Verwendung desselben Clip-Typs, derselben Größe, Anzahl und Position, wie sie während des tatsächlichen Eingriffs gewählt wurden.
Das nach der Simulation der Clip-Implantation erstellte 3D-Modell der Mitralklappe wurde mit den klinischen Ergebnissen verglichen, die am Ende des Eingriffs erzielt wurden.
Wir analysierten den Grad und die Lokalisation der residualen Mitralinsuffizienz sowie die Form und Fläche der diastolischen Mitralklappenöffnung.

Wir führten die Computersimulation bei fünf Patienten durch. Insgesamt sagten die simulierten Modelle den Grad und die Lokalisation der residualen Regurgitationsöffnungen gut voraus, neigten jedoch dazu, die diastolische Mitralklappenöffnungsfläche zu unterschätzen.
Fazit
In dieser Proof-of-Concept-Studie präsentieren wir vorläufige Ergebnisse unseres Algorithmus zur Simulation der Clip-Implantation bei fünf Patienten mit funktioneller Mitralinsuffizienz. Wir zeigen vielversprechende Ergebnisse hinsichtlich der Machbarkeit und Genauigkeit bei der Vorhersage der residualen Mitralinsuffizienz, weisen jedoch auf die Notwendigkeit hin, die Schätzung der diastolischen Mitralklappenfläche zu verbessern.